eine geschichte ueber die liebe
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einsamkeit laesst mauern erwachsen. schmertz, trauer und traenen bilden den moertel, der sie zusammenhaelt. entaeuschung macht sie unueberwindbar.

es kamen andere maenner. sie rannten gegen die mauer an, sagten ich liebe dich, es war nicht mehr wichtig. ein paar wenigen gelang es, einzelne steine heraus zu brechen, sie streckten die hand aus und wollten mich beruehren, doch wenn der morgen kam, war die mauer wieder geschlossen, oft maechtiger und hoeher als zuvor. ich sah ihnen zu mit einem glas in der hand, manchmal belustigt, oft interressiert, meistens emotionslos.

gab es am anfang mehr gute als schlechte tage, so kehrten sich die tage um. die guten augenblicke wurden selten, ich war muede und sprachlos geworden. es gab zeiten, da raffte ich mich auf, lief los und wollte die mauer selber einreissen. ich schaffte es nicht, nicht mehr. mein schutzwall war zum gefaengnis geworden!

im dezember begann ich hier zu tippen. es sollte nur eine kleine geschichte werden, eine kurtze billantz vergeuteter jahre. es wurde zu einer lawine, die mich mitriss und noch einmal dahin fuehrte, wovon ich glaubte, es laengst hinter mir gelassen zu haben. an weihnachten starb mein vater, er wollte mich auch kurtz vor seinem tot nicht mehr sehen. er hat es nie verstanden, mir nie verziehen. aber ich bin jetzt frei, er war der letzte zeuge und mitwisser.

die wunden sind schon lange verheilt, die narben kann ich heute noch spueren, manchmal tun sie auch wieder weh. es sind augenblicke in denen man etwas sieht, was es schon einmal gab, bilder die erinnerungen wachrufen, das laecheln eines fremden in der menge.

mitte januar bin ich in der strassenbahn zuammengebrochen, wenig spaeter noch einmal, einfach so. der artzt sagt, mein hertz sei gesund, ich haette die wahl, weiter hin tabletten und alhohol oder leben. ich habe mich fuer das leben entschieden.

das wars. fertig.

 

wenn ich abgestuertzt bin steh ich auf und steig noch mal hinauf, gerade jetzt erst recht.

eines morgens, eines tages, reibst du dir aus den augen die nacht, und weisst nicht mehr, woran lag es, du warst tot und bist zum leben erwacht.

denn dein satz hiess, ich ertrag es und dein leben war zeit die verrinnt, eines morgens, eines tages wirst du fuehlen etwas neues beginnt.

und vielleicht schon sehr bald ist vorbei nur ein wort, dass dich nicht mehr verletzt, denn die asche ist kalt und der stachel ist fort, die zeit hat berge versetzt.

eines morgens nimmst du nicht mehr in kauf, blos ein holtzstueck zu sein, das im strom abwaerts treibt, eines morgens machst du dich wieder auf und von neuem allein, etwas zu suchen das bleibt.

eines morgens, eines tages, oeffnest du deine fenster dem licht, und sagst nochmal, ja ich wag es und glaubst wieder was der tag dir verspricht.

eines morgens, eines tages, kaemst du dir deinen schmerz aus den haarn, und fuhlst dich nicht mehr geschlagen und fuehlst wieder etwas neues erwacht.

 

 

2.11.14 22:22


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